Liebe dich selbst und es ist egal, was andere denken


"Ich kenne keinen sicheren Weg zum Erfolg, aber einen sicheren Weg zum Misserfolg: Es allen Recht machen zu wollen." - Platon


Foto: TeeRish


Ich glaube jeder befand sich schon einmal in der Situation, sich den Kopf darüber zu zerbrechen, was andere über einen denken. Dabei geht es weniger darum, tatsächlich zu erfahren, was andere über uns denken, als vielmehr darum, unser Verhalten und Handeln den vermeintlichen Vorstellungen anderer Menschen gerecht anzupassen. Wir wollen ja nichts falsches sagen, nichts falsches tun oder unangenehm auffallen.

Aber warum wollen wir zeitweise so sehr den Erwartungen Anderer entsprechen? Die Antwort ist genauso komplex wie simpel: Anerkennung!

Anpassung ist der einfachste Weg beim Erlangen von Anerkennung. Blasen wir in das gleiche Horn, sind schnell Gemeinsamkeiten entdeckt und im Gegenzug erlangen wir Anerkennung, weil unsere Meinung „richtig“ ist.

Egal aber ob es um die eigene Meinung geht, die Art und Weise wie wir in Situationen handeln oder Entscheidungen treffen – andere Personen glauben oft, es besser zu können und lassen uns dies auch spüren.

Natürlich: kein Mensch will oder kann auf Dauer nach den Idealen oder Wertvorstellungen anderer Menschen leben. Artikulieren wir aber nicht unsere eigene Meinung, entdecken nicht unsere individuelle Lebensaufgabe oder Handeln nach unseren eigenen Vorstellungen, begeben wir uns in einen andauernden inneren Konflikt.

Hier die Hauptgründe, von denen ich denke, dass sie Auslöser sind, warum wir manchmal soviel Wert auf die Meinung von anderen Menschen legen:


Mangelndes Selbstvertrauen: durch ein geringes Maß an Selbstvertrauen gelangt man oft zur Annahme, andere Menschen wissen es besser. Das ist aber nicht der Fall. Denn: Andere wissen zwar was für sie selbst besser ist, nicht aber automatisch für jeden anderen. Durch einen Mangel an Vertrauen in sich selbst, gelangen wir zu dem Schluss, der andere wisse es besser.


Mangel an Erfahrung: Auch Erfahrung spielt eine Rolle. Die hat aber nichts mit dem Alter zu tun. Man kann mit 30 Jahren sehr viel Erfahrung haben und mit 90 Jahren sehr wenig. Wer aber schon vieles erlebt hat, positives wie auch negatives, viele Menschen kennt und kennengelernt hat und in regem Austausch mit seinen Mitmenschen ist, hat klarerweise viel Erfahrung sammeln können. Durch einen Mangel an Erfahrung können Situationen oft falsch oder nicht eingeschätzt werden, worauf wir auf die Meinung anderer angewiesen sind.


Zu hohe Erwartungshaltung: Manche Menschen haben eine zu hohe Erwartungshaltung an sich selbst. Wer versucht, immer besser zu sein als er ist, lebt in einem ständigen inneren Konflikt.


Mangel an Reflexion: Wer reflektiert, lernt aus Situationen. Wer aus Situationen lernt, sammelt Erfahrung. Wer Erfahrung hat, ist nicht abhängig von der Meinung anderer.


Wie aber kann man vermeiden, sein Leben danach auszurichten, was andere denken. Hier meine Liste mit Vorschlägen:


1. Vergleiche dich nicht mit anderen: Vergleiche dich nicht mit anderen Menschen. Es wird immer etwas geben was sie besser können. Mache dir stattdessen deine eigenen Talente, dein Können, deine vergangenen Erfolge bewusst. Auch wenn sie dir noch so klein erscheinen mögen. Dein gesundes Selbstvertrauen beruht zum Teil darauf, dass du dir dessen bewusst bist, was du gleistet hast. Vergleiche mit anderen Personen sind im Voraus zum Scheitern verurteilt, denn sie basieren nicht auf Vernunft, sondern Emotionen. Das Leben ist kein Wettbewerb, auch wenn uns das von kleinauf so vermittelt wurde. Der Unruheeffekt des Vergleichens rührt daher, dass wir uns fast immer mit Personen vergleichen, die etwas besitzen, dass wir nicht haben. Das können materielle Dinge sein, das können aber auch Eigenschaften sein.


2. Höre auf deinen Bauch: und nicht auf die Stimmen der Anderen. Dein Bauch, oder deine Intuition, versorgen dich mit allem was du brauchst, um eine richtige Entscheidung treffen zu können. Höre lieber auf ihn, als auf deinen Kopf.


3. Es gibt nicht Richtig oder Falsch: ja so ist es nunmal, ob du es glaubst oder nicht. Richtig oder Falsch gibt es nicht. Es kommt immer auf die Situation an. Es gibt kein richtiges Denken oder falsches Denken, kein richtiges Leben oder falsches Leben. Diese Urteile muss jeder über sich selbst fällen und nicht über andere.


4. Akzeptiere dich selbst: Akzeptiere dich selbst, so wie du bist, mit all deinen Fehlern und Schwächen, all deinen Ecken und Kanten. Sie machen dich zu dem der du bist, ohne sie wärst du nur einer unter vielen. Bereue nicht deine vergangenen Taten, sondern lerne aus ihnen. Selbstakzeptanz ist der erste Schritt, die Aufmerksamkeit auf die eigene innere Stimme zu lenken. Sei im Reinen mit dir selbst!


5. Du darfst so sein, wie du bist: du sollst dich nicht nur selbst akzeptieren, sondern egal wie, wer oder wo du auch bist: du darfst auch so sein, wie du bist. Dir braucht nichts peinlich sein oder dich für irgendetwas schämen. Es ist traurig genug, dass es Menschen gibt, die einem dieses Gefühl vermitteln wollen.


6. Andere sind kein Maßstab: egal was andere Menschen über dich denken oder denken könnten. Du handelst nach deinen eigenen Maßstäben und somit richtig.Tatsächlich fühlen sich Menschen oft von Oberflächlichkeiten, wie etwa einer anderen Hautfarbe, einer extravaganten Frisur oder einem anderen Lifestyle persönlich angegriffen, was wiederum am Mangel an Erfahrung und einem minderen Selbstvertrauen dieser Personen liegt.


7. Du bist/ jeder ist einzigartig: vergiss niemals deine Einzigartigkeit. Dich gibt es nur einmal auf der Welt. Wie schade wäre es da, die Eigenverantwortung in die Hände anderer zu legen. Daher: stelle dich nicht dar, so wie du gesehen werden möchtest, sondern so wie du bist.


8. Lebe nach deinen Vorstellungen: lebe nach deinen eigenen Vorstellungen, tu was dir Spaß macht und verfolge dein Ziel, was immer das auch sein mag. Tue dir dabei selbst und deinen Mitmenschen Gutes.

Die 3 Regeln des Dalai Lama


"Mitgefühl und Liebe sind wertvolle Dinge im Leben. Sie sind nicht kompliziert. Sie sind einfach, aber sie sind schwierig zu praktizieren."



Foto: Bruno (b.) Leyval



1. Respekt für dich selbst


Ein unglaublich wertvoller Rat des Dalai Lama, wie ich finde, und eine Investition in das eigene Selbstwertgefühl. Durch das Vertrauen in die eigene Person schöpft man Kraft und Motivation für neue Taten. Durch Respekt lernt man schließlich sich selbst zu lieben.


2. Respekt für andere


Was für uns selbst gilt, gilt viel mehr noch für deine Mitmenschen. Nur wer sich selbst respektiert und anerkennt, kann auch andere respektieren und vor allem akzeptieren wie sie sind.


3. Respekt für deine Handlungen


Sehr guter Punkt! Ich merke das selbst: wenn ich meine Handlungen respektiere, Dinge geschehen lasse, nicht ständig hinterfrage warum ich etwas tue, oder nicht augenblicklich etwas für nicht gut genug empfinde, sich alles einfach besser, richtiger anfühlt.



Lesen mit Gewinn: ein 8-Punkte-System

"Wer zu lesen versteht, besitzt den Schlüssel zu großen Taten, zu unerträumten Möglichkeiten." - Aldous Huxley


Das Lesen ist neben dem Schreiben meine große Leidenschaft. Wann immer ich kann, verbringe ich meine Zeit mit Büchern oder schreibe gerade an einer Kurzgeschichte oder diesem Blog hier. Lesen dient mir in erster Linie zur Entspannung. Ich lese viel, aber langsam. Desöfteren möchte ich mich aber mit einem Autor oder einem Thema intensiver auseinandersetzen und mir Wissen aneignen. Dabei stoße ich immer wieder auf Widerstände, Dinge wollen einfach nicht in meinen Kopf und ich vergesse schon wenige Tage nach der Lektüre, was ich da eigentlich gelesen habe. In Gesprächen stelle ich immer wieder fest, dass es anderen Lesern ähnlich ergeht. Ich habe daher ein 8-Punkte System entwickelt, wie man sich gelesenes besser einprägen kann und Informationen im Langzeitgedächtnis speichert.


1. Sich Bücher bewusst aussuchen

Um gelesenes besser zu behalten ist es in erster Linie von Vorteil, sich den Lesestoff bewusst auszusuchen. Bücher, die aus Mangel an besseren Alternativen gelesen werden, bleiben meist nur kurzzeitig in unserem Gedächtnis. Schnell vergessen wir dessen Inhalt und Aussage wieder. Sich ein Buch bewusst auswählen bedeutet im Vorhinein, mit Aufmerksamkeit an die Sache zu gehen. Egal ob Belletristik oder Sachbuch.

2. Fragen an den Text formulieren

Formuliere Fragen an den Text. Wenn ein erklärtes Schema oder ein Handlungsstrang nicht schlüssig ist, liegt dies oft daran, dass wir keine Fragen an den Text haben.

3. Mehrere Bücher zum gleichen Thema lesen (bei Sachbüchern relevant)

Ich habe festgestellt, wenn ich mehrere Bücher zu dem selben Thema lese, dieses auch besser behalte. Das ist bei Sachbüchern relevant, wo es darum geht, in eine bestimmte Materie einzusteigen. Lese ich Bücher aus verschiedenen Bereichen, z.B. eines über Kommunikation in der Wirtschaft, das nächste über die Rolle der Frau im Mittelalter und ein weiteres über das Weltraumprogramm Chinas, vergesse ich das eher wieder, als wenn ich mehrere Bücher aus dem selben oder einem ähnlichen Bereich lese. Dabei gilt: Bücher nacheinander und nicht nebeneinander lesen!

4. Pause nach jedem Kapitel

Ich habe es als lohnend empfunden, nach jedem Kapitel eine kurze Pause zu machen. Einige Momente lang den Augen Pause geben und das Gelesene reflektieren.

5. Zurückblättern

Wenn ich etwas nicht verstehe habe ich keine Scheu im Text zurückzublättern. Bevor uns der Text völlig abgleitet, ist dieser Schritt unvermeidlich.

6. Notizen machen

Notizen sind seeeehr hilfreich! Ob bei einem russischen Roman mit über einhundert Personen und den kompliziertesten Namen oder einem Text der Fundamentaltheologie zahlt es sich aus Notizen oder Querverweise zu machen.

7. Reflektieren

Die Reflexionsphase ist meines Erachtens der wichtigste Schritt. Nachdem man den Text gelesen hat, darüber nachdenken, eine eigene Meinung bilden, Notizen machen und nach ein paar Tagen das Buch noch einmal durchblättern und kurze Ausschnitte daraus lesen (können nur einzelne Sätze sein).

8. Darüber Sprechen

Über ein Buch zu sprechen, vertieft die Materie zusätzlich. Finde also einen interessierten Gesprächspartner oder schließe dich einem Buch- oder Literaturklub an.


Lesen soll natürlich in erster Linie Spaß machen. Für jene, die sich – wie ich – oft schwer dabei tun, sich gelesenes zu merken, hilft dieses System sicher weiter.